NA!? LOS!
Sport
NA!? LOS! 29/05/2019

In 16 Tagen bis zum Nordkap: NetAachen begleitet das "Team Afrin" beim Baltic Sea Circle 2019!

Man nehme: Einen über 20 Jahre alten Oldtimer, drei junge (/junggebliebene) Herren, drei Russland-Visa, 16 Tage Zeit und eine große Portion Abenteuerlust. Fertig sind die Zuaten für die diesjährige Ausgabe der Benefiz-Rallye Baltic Sea Circle. Und die ist nicht direkt etwas für Zartbesaitete. Vom 15. bis zum 30. Juni geht es 7.500 Kilometer um die Ostsee, quer durch die skandinavische Wildnis, durch Wald und Wiesen, über Stock und Stein. Das Ziel: Das Nordkap in Norwegen, das zur Sommersonnenwende zwischem Mai und Juni mit seiner "Midnattssol" (Mitternachssonne) eines der schönsten Naturereignisse in Europa zu bieten hat. Doch das ist nicht alles. Beim Baltic Sea Circle geht es nicht nur um das Sammeln von magischen Momenten und beeindruckenden Selfies. Es geht auch um das Sammeln von Spenden für einen guten Zweck. Jedes der knapp 300 Teams rührt während der Reise fleißig die Werbetrommel für ein ausgewähltes Charity-Projekt und generiert darüber zahlreiche Spenden.

Das offizielle Logo des "Team Afrins"!
Patrick Krott und Mustafa Ahmad freuen sich auf das gemeinsame Abenteuer!
Wir empfehlen: Das orientalische Frühstück, mit Rosenmarmelade, Zopfkäse, eingelegter Aubergine und hausgemachtem Brot - lecker!

Aachen gleich zweimal vertreten

Direkt zwei Teams aus der Kaiserstadt nehmen in diesem Jahr am Baltic Sea Circle teil. Eines davon stellt Mustafa Ahmad, seines Zeichens Familienvater, Betreiber des "Café M" in Burtscheid und handwerklich begabter Tausendsassa. Zusammen mit seinem Neffen Hasan Cheikh Hasan und einem Freund, dem Software-Berater Patrick Krott bildet er das "Team Afrin" - angelehnt an seine Heimatstadt in Syrien. Ihr Erlös geht an den Verein "Menschen helfen Menschen". Ebenfalls mit an Bord: Mustafas Internet- und Telefonanbieter NetAachen. Wir unterstützen unseren langjährigen Kunden gerne bei seiner besonderen Challenge und haben diese sofort mit einer Spende bezuschusst. Außerdem trafen wir Mustafa und Patrick im "Café M" zu einem echten syrischen Frühstück und wollten wissen: Wie bereitet man sich eigentlich auf einen Roadtrip vor, der mit einem klapprigen Oldtimer ohne Navi oder GPS 16 Tage lang durch 10 Länder führt?

Na.de: Mustafa und Patrick, wie genau kam es, dass ihr euch entschlossen habt, beim Baltic Sea Circle 2019 teilzunehmen?

Mustafa: Das hat sich über einen Freund aus Kiel ergeben, der mitgemacht hat und sofort zu mir sagte: Das ist was für dich, Mustafa! Sein Team für dieses Jahr war bereits voll, also habe ich mein eigenes Team aufgemacht. Mir war klar, dass ich einen erfahrenen Schrauber an meiner Seite brauche und da fiel mir sofort Patrick ein, der sich mit Oldtimern sehr gut auskennt. Der Rest war nur noch eine Frage der Organisation.

Na.de: Wie seid ihr an euer Fahrzeug gekommen?

Patrick: Wir hatten das Glück, relativ günstig an einen ausrangierten Servicewagen, einen T4 aus dem Jahr 1993 zu kommen. Die Rallye gibt ja vor, dass das Fahrzeug mindestens 20 Jahre alt sein muss und nicht mehr als 2.500 Euro kosten darf. (Da die Autos aus dieser Zeit nicht den heutigen ökologischen Standards entsprechen, wird jedes Team gebeten, einen ECO-Ausgleich für die gefahrene Strecke zu zahlen; Anm. d. Red.) Da war allerdings nichts drin, außer zwei Sitze vorne. Die Erneuerungs- und Umbauarbeiten haben uns weit mehr gekostet, als der Wagen selbst. Deshalb freuen wir uns sehr, dass uns schon jetzt so viele Menschen finanziell unterstützen.

Na.de: Was nehmt ihr alles an Ersatzteilen mit? Immerhin ist die Strecke nicht ganz ungefährlich für einen Oldtimer.

Patrick: Wir nehmen insgesamt drei Ersatzräder mit und natürlich ausreichend Werkzeug.

Mustafa: Ein Handbuch für den Wagen haben wir nicht, da hat uns bisher Google gut geholfen. Und wenn das vierte Rad auch noch abfällt, fahren wir eben einfach weiter (lacht).

Na.de: Wovor habt ihr am meisten Respekt, wenn ihr an die Rallye denkt?

Patrick: Am meisten Respekt habe ich vor dem Kampf gegen die Insekten, der uns mit Sicherheit bevorstehen wird. Wir haben uns bereits eingedeckt mit allen möglichen Abwehrmitteln. Ich hoffe, dass die Verluste auf unserer Seite nicht allzugroß ausfallen!

Mustafa: Zum Abschluss der Reise sollen wir natürlich alle einmal am Nordkap ins Polarmeer springen. Ich gestehe, dass ich ein wenig Respekt vor dem eiskalten Wasser dort habe!

Na.de: Mustafa und Patrick, vielen Dank für das Gespräch und vor allem viel Spaß bei den weiteren Vorbereitungen!

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Wir werden Mustafa, Patrick und Hasan natürlich weiter begleiten. Bleiben Sie also dran! Alle Infos zum Baltic Sea Circle - inklusive Anmeldelink für 2020, falls Sie bereits die Abenteuerlust beim Lesen gepackt hat -  finden Sie hier.