Na!? Klar!
Kommunikationstechnik
NA!? KLAR! 03/06/2019

Von 100 km/h zu 100 Mbit: Ein Interview mit dem Aachener Filmemacher Gregor Hüring!

Wir dürfen vorstellen: Den Herrn, dessen Konterfei Sie vielleicht schon auf Plakaten oder im Internet wahrgenommen haben: Gregor Hüring ist Firmengründer, Filmemacher und ein Aachener mit Herzblut. Der gelernte Industriemechaniker liebt Schnelligkeit - und das nicht nur bei Fahrzeugen, sondern auch in Sachen Kommunikationstechnik. Damit empfiehlt er sich natürlich als perfekte Partie für NetAachen und verlegt für das Kampagnen-Shooting auch mal seinen gewohnten Stammplatz hinter der Kamera mitten vor die Linse! Wir haben ihn während des Shootings hinter den Kulissen getroffen und ihn gefragt, welche Rolle das Internet - in seinem Fall eine 100-MBit-Leitung von NetAachen - in seinem Arbeitsalltag als Videoproduzent spielt ...

Der Bestseller aus dem Hause NetAachen: Die Internet-Flat mit bis zu 100Mbit pro Sekunde!
Der Filmemacher und sein Schätzchen - Arm in Arm.
Gregor Hüring ganz entspannt bei unserem Interview.

Na.de: Herr Hüring, mit Ihrer Produktionsfirma moviemotion drehen Sie seit vier Jahren nicht nur Werbe- und Imagefilme für Aachener Unternehmen, sondern auch Musikvideos für lokale Bands. Jeder dieser Filme wird mit viel Arbeit, Fleiß und Herzblut gemacht. Wie entstand Ihre Liebe zum Film?

Gregor Hüring: Als ich noch in der Ausbildung zum Industriemechaniker war, haben meine Freunde und ich an unseren Autos geschraubt. Mit denen sind wir über ein ehemaliges Militärgelände gefahren und ich habe unsere getunten Autos gefilmt - erstmal nur für mich. Meinen Freunden hat das fertige Material aber so gut gefallen, dass sie mich schnell zum offiziellen Kameramann machten. Unser Geld haben wir natürlich hauptsächlich in die Autos gesteckt, deshalb mussten wir beim Filmequipment etwas kreativ werden. Wir haben zum Beispiel einen Kinderwagen so umgebaut, dass wir eine Kamera darauf befestigen konnten. Meine Kenntnisse als Industriemechaniker waren ein großer Vorteil: Ich habe Vorrichtungen gebaut, damit wir die Kamera auch an fahrenden Autos befestigen konnten. Damit waren wir auch bei Höchstgeschwindigkeiten immer mitten drin.

Na.de: Wann kam Ihre Entscheidung, das Filmemachen professionell zu verfolgen?

Gregor Hüring: Nach ein paar Jahren als Industriemechaniker habe ich festgestellt, dass meine Leidenschaft für die Kameraarbeit überwiegt. In mir wuchs der Wunsch, mein Hobby zum Beruf zu machen und meine Autovideos mit dem richtigen Knowhow zu bereichern. Deshalb habe ich mich bei einer Filmakademie beworben und konnte mich dort als Kameramann und Cutter verwirklichen.

Na.de: Was hat Sie bei Ihrem neuen Studium am meisten motiviert?

Gregor Hüring: An erster Stelle stehen natürlich meine Eltern. Ohne sie hätte ich das Studium auf keinen Fall geschafft. Was mich aber richtig motiviert hat, war, dass wir unsere Filme auf Videoplattformen im Internet hochgeladen haben. Der Erfolg dieser kurzen Videos war der Ansporn für mich, noch mehr Filme zu machen.

Na.de: Also hat Sie das Internet quasi bei Ihrer Berufswahl unterstützt?

Gregor Hüring: Das kann man so sagen. Über das Internet kann man einfach alles mit anderen Menschen teilen - überall auf der Welt. Wenn wir gesehen haben, dass unsere Autovideos zum Beispiel in Südafrika angesehen wurden und die Klickzahlen manchmal die 10.000 geknackt haben, dann war das für uns fast wie ein Rausch. Mit den Videos wurde ein namhaftes Drift-Team auf mich aufmerksam - "Die Kautschuk Killaz". Sie boten mir an, dass ich als Verantwortlicher für ihre Medienauftritte arbeite und so hatte ich schon während des Studiums meine ersten Kunden.

Na.de: Die Gründung einer eigenen Firma birgt immer auch ein Risiko. Wie lief der Start von moviemotion?

Gregor Hüring: Als ich die Firma 2015 gegründet habe, war ich natürlich nervös. Es gibt so vieles, das man beachten muss. Aber ich hatte wohl Glück, denn mit meiner Website und den Flyern hatte ich innerhalb eines Jahres auch schon mein erstes großes Projekt: Einen Imagefilm für das Frauenhofer Institut. Seitdem läuft es ehrlich gesagt sehr gut.

Na.de: Sie machen aber nicht nur Imagefilme für Firmen und Drifter-Videos für PS-Fans. Was bieten Sie noch an?

Gregor Hüring: Ein weiteres Steckenpferd von moviemotion sind sogenannte 360°- Aufnahmen. Wie der Name schon sagt, bilden diese Fotos einen Rundumblick von einem Ort ab. Zum Beispiel nutzen Restaurants diese Möglichkeit bei Suchmaschinen, damit potenzielle Gäste sich in dem Lokal online umsehen können. Mit dieser Technik machen wir auch Lehrgänge an Schulen, zum Beispiel am Inda-Gymnasium hier in Aachen. Dort bringe ich Lehrern und Schülern diese Technologie näher und ermögliche Partnerschulen aus dem Ausland virtuelle Rundgänge am Gymnasium. Außerdem engagiere ich mich mit moviemotion schon länger im sozialen Bereich, zum Beispiel im Jugendzentrum Space e.V. in Walheim. Hier haben junge Geflüchtete aus Syrien eine Rap-Crew gegründet, die Juba Band. Für die Jungs habe ich erst kürzlich ein neues Musikvideo gedreht. Aber auch das Breakdance-Event Ey Jo, das jährlich vom Carl-Sonnenschein-Haus in Aachen veranstaltet wird, unterstütze ich mit professionellen Videoaufnahmen.

Na.de: Das Klingt nach einem hohen Koordinations- und Zeitaufwand. Was hilft Ihnen im Arbeitsalltag weiter?

Gregor Hüring: Als Dienstleister im audiovisuellen Bereich muss ich vor allem schnell arbeiten. Ein Dreh nimmt vielleicht nur einen Tag in Anspruch, aber die Bearbeitung des Films kann wesentlich länger dauern. Je schneller das Material beim Kunden sein muss, desto stressiger wird es. Das Internet hat den Workflow von Filmproduktionen revolutioniert. Das gedrehte Material schicke ich über das Netz z.B. ans Tonstudio für das Sounddesign und die Kollegen schicken es bearbeitet wieder zurück zu mir. Bis ein Imagefilm fertig geschnitten und vertont schließlich beim Kunden auf der Website ist, gehen riesige Datensätze als Up- und Downloads durchs Netz. Je schneller und sicherer die Verbindung dabei ist, desto besser. Ich kann immer nur so schnell arbeiten, wie es die Technik, die mich unterstützt, zulässt. Nur wenn ich meine vereinbarten Deadlines auch einhalte, kann ich erfolgreich im Geschäft bleiben. Deshalb nutze ich eine schnelle und zuverlässige Internetleitung.

Na.de: Mit Ihrem Sprung zur eigenen Produktionsfirma haben Sie Ihr Hobby zum Beruf gemacht. Haben Sie einen Traum, den Sie sich jetzt noch erfüllen wollen?

Gregor Hüring: Na klar, ich möchte gerne mein eigenes Musikvideo drehen. Ich habe schon eine genaue Vorstellung davon, aber leider fehlt mir die Zeit für die Umsetzung. Das klappt wohl nur, wenn ich beruflich weniger drehe. Zum Glück liebe ich meinen Job. Da kommt es mir nicht wie Arbeit vor

Na.de: Herr Hüring, vielen Dank für das Interview!
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Gregor Hüring nutzt eine 100-MBit-Leitung von NetAachen. Neugierig geworden? Hier geht´s zur Tarifübersicht!