Na!? Klar!
Kommunikationstechnik
NA!? KLAR! 11/07/2019

NA!?-chgelesen: Andreas Schneider in BAD AACHEN über 20 Jahre digitale Sprünge auf dem CHIO!

Das Weltfest des Pferdesportes, Aachenes geliebter "Tschio", beginnt zwar erst am morgigen Freitag, doch auf dem Gelände in unserer unmittelbaren Nachbarschaft geht es bereits seit Tagen hoch her. Denn: Ein internationales Sport-Event dieser Größe und Bedeutung bedarf einiges an Vorbereitung. Und so werkeln an Aachens aktuell wichtigster Adresse, der Albert-Servais-Allee 50, eine Vielzahl an Handwerkern, Organisatoren, Zulieferern und Installateuren. Mittendrin: NetAachen. Denn wir sind offizieller Telekommunikationsdienstleister des CHIO - und das seit 1999. Klar, dass in den letzten 20 Jahren viel passiert ist. Gemeinsam mit dem Stadtmagazin BAD AACHEN schaute unser Geschäftsführer Andreas Schneider nicht nur zurück auf digitale Sprünge, sondern erzählt auch, worauf er sich beim CHIO am meisten freut - und welche Alt-Technik er so gar nicht vermisst ...

Die NetAachen-Tribüne - die "vielleicht schönste Stadiontribüne der Welt"!
Hier freuen sich Niklas (unser Händchen für alles), Jörg (Leiter Privatkundenvertrieb) und Flo (Privatkundenvertrieb) am NetAachen-Stand auf den offiziellen CHIO-Start!
Das Highlight auf dem NetAachen-Stand: Unser FTTH-Haus, das auch Technik-Fremden ganz einfach erklärt, wie das Prinzip Glasfaser funktioniert.
Als Technologiedienstleister richten wir auch jedes Jahr die Arbeitsplätze im offiziellen Pressezentrum ein. Hier arbeiten gerade Ralf (Betrieb) und Adrian (Azubi).

BAD AACHEN: Herr Schneider, 2019 feiern Sie zehn Jahre NetAachen. Beim CHIO Aachen ist Ihr Einsatz aber schon doppelt so lange gefragt. Etwas überraschend...

Schneider: Eigentlich nicht, 1999 haben wir mit der accom beim CHIO Aachen begonnen. Seit 2009 ist NetAachen deren Gesamtrechtsnachfolger- und somit auch offizieller Partner des ALRV.

BAD AACHEN: Wie präsentiert sich NetAachen dann bei seinem nun 21. Auftritt als CHIO-Sponsor?

Schneider: Wir sind weiter Namensgeber der vielleicht schönsten Stadiontribüne der Welt: Ohne die wunderbaren Rundbögen kann man sich unser Tschio beim besten Willen nicht vorstellen. Darüberhinaus fördern wir nach wie vor die Vierspänner. Es macht uns einfach stolz, dazu beizutragen, das Weltfest des Pferdesports, Aachens international bekanntes sportliches und gesellschaftliches Highlight, unterstützen zu können. Auch, um es gemeinsam mit unseren Kunden zu genießen, vor allem aber, indem wir dort immer wieder unsere technische Leistungsfähigkeit zeigen.

BAD AACHEN: Technik ist das Stichwort - werfen Sie mal einen Blick zurück auf die rasanten Entwicklungen auch in der Soers.

Schneider: Technisch ist das kaum mehr zu vergleichen. Die Veränderungen, die gerade das Internet, das vor 20 Jahren noch in den Kinderschuhen steckte, mit sich gebracht hat, sind gewaltig. Waren damals noch 2 Mbit/s das Maß aller Dinge und die meisten mit 64 kbit/s über ISDN im Netz, sind wi rheute mit mehrfach Gigabit pro Sekunde unterwegs. Das Einzige, was sich kaum verändert, ist unser Team: Sowohl in der Anzahl als auch die Personen selbst sind dem Turnier treu geblieben. Nach wie vor sorgen rund zehn Mitarbeiter jedes Jahr für persönlichen Service für alle Nutzer unserer Dienstleistungen, immer wieder frisch ergänzt durch Auszubildende.

BAD AACHEN: Auf welche Meilensteine sind Sie besonders stolz?

Schneider: Wir haben bereits 2000 Live-Ergebnisse im Internet zur Verfügung gestellt, erstmalig im Laufe von Springprüfungen. 2001 kam dann der erste Livestream hinzu. Im gleichen Jahr haben wir die ersten WLAN-Zugänge für die Presse bereitgestellt. Mittlerweile gibt es das WLAN flächendeckend auf dem gesamten Gelände - für jedermann und kostenfrei. Zu den Weltreiterspielen 2006 haben wir das gesamte Gelände mit Glasfaserleitungen versorgt, ein paar Jahre später um ein digitales HD Kabelfernsehnetz ergänzt. Was ich allerdings gar nicht vermisse, sind die Schreibmaschinen, die wir im ersten Jahr noch im Pressezentrum hatten.

BAD AACHEN: Was sind 2019 Ihre größten Herausforderungen?

Schneider: Immer und überall online ist heute die große Herausforderung, nicht nur beim CHIO. Das erwartet mittlerweile jeder User, quasi der neue Strom aus der Steckdose.

BAD AACHEN: Muss der CHIO Aachen auch digitaler Vorreiter sein?

Schneider: Ob er muss, kann ich letztlich nicht beantworten. Der CHIO ist seit vielen Jahren definitiv ein solcher Vorreiter, mit vielen innovativen Projekten - auch mit unserer Hilfe. Bereits 2010 entstand das gemeinsame Bild eines All-IP-Showgrounds, wie es neudeutsch heißt, also eines digitalen Turniergeländes. Nicht als Ersatz des eigentlichen Sports, sondern als Unterstützung und Ergänzung, um ein möglichst umfassendes Erlebnis zu ermöglichen.

BAD AACHEN: Wie hat sich Ihre eigene Rolle dabei entwickelt?

Schneider: Tatsächlich habe ich in den Anfangsjahren überall in der Technik mit angepackt. Da habe ich schon mal selbst temporäre Leitungen auf dem Gelände gelegt oder das Pressezentrum verkabelt. Heute stehen unsere Kunden im Vordergrund.

BAD AACHEN: Und Ihre Beziehung zum Pferd(esport) ist...

Schneider: Ich würde sagen, beobachtend.

BAD AACHEN: Welche Prüfung verpassen Sie bei keinem Weltfest?

Schneider: Mein Favorit war, ist und bleibt die Geländeprüfung der Vierspänner. Früher im Aachener Wald, heute mit kürzeren Wegen inder schönen Soers.

BAD AACHEN: Und was ist in jedem Jahr Ihr schönster Moment?

Schneider: Der emotionalste und schönste Moment ist der, den es außer in Aachen nirgendwo so auf der Welt gibt: wenn die Taschentücher gezückt werden und die Musik zum Abschied der Nationen erklingt. Da unterscheide ich mich sicher nicht von allen anderen Öcher Tschio-Enthusiasten.

Das Interview können Sie auch in der aktuellen Ausgabe der BAD AACHEN lesen.