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Pressekonferenz vor dem Institut für Werkstoffanwendungen im Maschinenbau (Augustinerbach 4): Philipp Wacker vom Lehrstuhl Informatik 10 der RWTH Aachen erläutert die Funktionsweise der neuen FLApp. (Foto: Bernd Born)
NA!? WAS? 09/05/2017

Wissenschafts-Guide: FLApp macht Aachener Forschung sichtbar - WiFi entlang der 13 Themenstationen.

Einen Trip der besonderen Art durch die Wissenschaftsstadt Aachen hat Oberbürgermeister Marcel Philipp heute am Institut für Werkstoffanwendungen im Maschinenbau vorgestellt: Ab sofort bieten die Stadt Aachen und ihre Hochschulen im Rahmen des Projektes Future Lab Aachen den Wissenschafts-Guide FLApp an. Er führt zu insgesamt 13 Stationen von der Altstadt zum Innenstadt-Campus der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen (RWTH). FLApp leitet zu bekannten und unbekannten Orten, blickt hinter die Kulissen und zeigt das, was Aachen neben der Historie ausmacht, nämlich Wissenschaft und Forschung.

FLApp leitet als digitaler Guide zu bekannten und unbekannten Orten, blickt hinter die Kulissen und erläutert anschaulich, was Aachen neben der Historie ausmacht, nämlich Wissenschaft und Forschung.
Die Route erklärt an 13 Stationen auf verständliche Weise interessante Aachener Forschungsthemen.
Jede Station hat ihr eigenes Thema - da geht es um virtuelle Welten, um Ingenieurkunst, um Kommunikation, Energie, Mobilität, Medizin und viele aktuelle Zukunftsthemen.
Future Lab Aachen 2016 ist augelegt worden, um Wissenschaft und Forschung in aachen sichtbarer zu machen - ein Gemeinschaftsprojekt der Aachener Hochschulen und der Stadt Aachen.

Jede der 13 FLApp-Stationen hat ihr eigenes Thema: Am Dom geht es um virtuelle Welten, am Rathaus um Ingenieurkunst, am Internationalen Zeitungsmuseum um Kommunikation. FLApp führt zu versteckten Orten wie dem Institut für Werkstoffanwendungen am Augustinerbach mit seiner Mosaikfassade, die eine 14.000-fach vergrößerte Titanoberfläche darstellt; zu kuriosen Orten wie der historischen Dampfmaschine in der Eilfschornsteinstraße, zu eher unbekannten Orten wie dem Institut für Luft- und Raumfahrtsysteme oder auch zu allseits bekannten wie SuperC, Audimax und RWTH-Hauptgebäude. Die Orte dienen als Ausgangspunkt für die Darstellung großer Aachener Forschungsthemen. Oft wird auf Projekte verwiesen, die an anderen Orten erforscht werden, zum Beispiel auf dem neuen RWTH Campus - oder an der Fachhochschule (FH) Aachen.

Allen Themen gemeinsam ist, dass sie gut verständlich erklärt werden, ob es sich um Aachens Beitrag zur Industrie 4.0 handelt, neuartige Lernmethoden, Verkehrsszenarien der Zukunft, medizintechnische Prototypen, künstliches Perlmutt oder um Produkte zur Energiewende. Da wird Körpergewebe aus dem 3D-Ducker präsentiert, werden Weltmeister im Roboterbau vorgestellt, haptische Westen für Sehbehinderte und Bauingenieure, die erforschen, wie sich Fische am besten vor dem Turbinentod retten lassen. Man erfährt, dass der RWTH-Absolvent und FH-Professor Jesco von Puttkamer die Star-Trek-Crew als Berater unterstützte. Und unterschlagen wird auch keineswegs, dass es in der Ingenieurhochburg Aachen kleine, aber feine Hochschulen gibt, die sich sozialen beziehungsweise kulturellen Belangen widmen, die Katholische Hochschule und die Hochschule für Musik und Tanz.

Hinter der Future Lab App steht eine Vielzahl von Machern und Unterstützern. Das inhaltliche Konzept des Fachbereichs Presse und Marketing der Stadt Aachen fand sein technisches Pendant im Lehrstuhl für Medieninformatik der RWTH Aachen unter der Leitung von Professor Jan Borchers und seinem Team. Alle Inhalte wurden gemeinsam mit den verantwortlichen Hochschulinstituten entwickelt, die deshalb auch unter jedem der 46 Artikel aufgeführt sind, die die FLApp enthält.

Die FLApp steht in deutscher und englischer Sprache für iOS und Android zum Download bereit. Sie ist mit Audiobeiträgen, Spezialisten-Statements, zahlreichen Bildern, teilweise auch Videos versehen und hält für Ungeduldige am Anfang eines jeden Artikels eine Zusammenfassung bereit. An sechs Stationen machen digitale 3D-Objekte in Augmented-Reality-Technik auf Artikel neugierig, in denen nähere Erläuterungen dazu zu finden sind. Vom Dom bis zum RWTH-Hauptgebäude verläuft die Route über eine Strecke von 1,3 Kilometer. Ein überschaubarer Weg mit vielen interessanten Haltepunkten, die alle auch unabhängig voneinander funktionieren.

Die Wegführung des Guides ist GPS-gesteuert. Der User sieht auf der FLApp-Karte stets seinen Standort und erkennt außerdem, wo er die nächste Station finden kann. Die neue Route der Wissenschaft wird aber auch im Stadtraum sichtbar und holt Interessierte ab, die zufällig an einer Station vorbeikommen und mehr wissen möchten, denn eigens entwickelte Future Lab-Stelen markieren nicht nur jede Station, sie bieten auch die Möglichkeit, die FLApp per QR-Code herunterzuladen - und zwar im Aachen WiFi, das es dank der Kooperation von RWTH Aachen und NetAachen ab sofort auch im Bereich der FLApp-Route gibt. Zusätzlich senden dort installierte iBeacons-Signale an das Smartphone, sobald sich ein User der Station nähert.

Ein Sonderfall der Markierung sind die drei Altstadt-Stationen Dom, Rathaus und Internationales Zeitungsmuseum. Hier werden die bereits vorhandenen Infotafeln der Route Charlemagne um einen Hinweis auf die FLApp ergänzt, so dass historische und innovative Aspekte dieser Standorte zentral an einer Stelle abrufbar sind. Ebenfalls ein Sonderfall ist der touristische Wegweiser am Bahnhof, der nun auch als Infopunkt für die FLApp fungiert und alle interessierten Reisenden auf das Angebot hinweist. (red/bb)


Future Lab Aachen 2016

Hochschulen, renommierte Institute und die F&E-Abteilungen (Forschung & Entwicklung) der Unternehmen - Aachen ist nicht nur eine Stadt der Tradition, sondern auch der Innovation, der Wissenschaft. "Gemeinsam machen die vier Hochschulen und wir als Stadt sichtbar, was Aachen so stark macht: Die Lehre, die Wissenschaft, die Forschung und Entwicklung, vor allem aber die Menschen, die das alles in Gang setzen", sagt Oberbürgermeister Marcel Philipp. All das firmiert seit diesem Jahr unter der Dachmarke "Future Lab Aachen". Mit großen und kleinen Aktionen und Veranstaltungen zum Thema Wissenschaft, mit altbekannten und neuen Formaten. Einzelne Leuchtturm-Projekte nehmen unterschiedliche Zielgruppen in den Fokus und werden als öffentlichkeitswirksam inszenierte Events weit über die Grenzen der Region hinaus klarmachen: Hier leuchtet Aachener Exzellenz. Eine wache Atmosphäre, die dafür sorgt, dass gesuchte Spitzenkräfte sich in dieser Region, in der familienfreundlichen Wissenschaftsstadt Aachen, zu Hause fühlen.

Alle Future-Lab-Aktivitäten sowie alle Termine, die in Aachen aus dem Spektrum Innovation, Wissenschaft, Forschung und Hochschulen anfallen, sind auch im Kalender und Magazin www.futurelab-aachen.de dokumentiert. Die FLApp gibt's zum Download in den Stores von iOS und Android sowie unter www.futurelab-aachen.de/flapp


FLApp Facts

Mit dem neuen City Guide die Wissenschaftsstadt erkunden, unbekannte Orte entdecken und das Spektrum der Aachener Forschungsthemen erleben.

  • Kooperation von Stadt Aachen (Konzept) und RWTH Aachen (Programmierung)
  • GPS-geführter City Guide zum Thema Wissenschaft auf App-Basis gewährleistet komfortablen Vorab-Download mit definierter maximaler Dateigröße im WLAN, steht beim Rundgang offline zur Verfügung; spart Datenvolumen, Zeit und Strom
  • Angebot für iOS (ab iPhone 4s) und Android (ab Version 4.3)
  • alle Inhalte in Deutsch und Englisch
  • Route linear 1,3 Kilometer (Dom bis Hauptgebäude), als Rundgang 1,8 Kilometer
  • 13 themengebundene Stationen zwischen Dom und Hauptgebäude
  • 13 Audiobeiträge mit allgemeiner Einführung
  • 13 kurze Themenstatements von Spezialisten
  • 46 Artikel mit wissenschaftlichen Innovationen von RWTH Aachen und FH Aachen
  • zahlreiche Fotos, Videos, Illustrationen
  • sechs 3D-Objekte in Form von Augmented-Reality-Anwendungen (nur an Stationen abrufbar)
  • Infostelen an den Stationen (realisiert mit Städtebaufördermitteln aus dem Innenstadtkonzept) - im Altstadtbereich an die touristische Beschilderung gekoppelt, im Hochschulbereich als freistehende Themenstele, am Bahnhof an die touristische Beschilderung gekoppelt (als Vorstellung des Angebots); je mit Downloadangebot per QR-Code, dazu eingebaute iBeacons (Sender, die Mitteilungen an das Smartphone senden)
  • neu: Aachen WiFi entlang der FLApp-Route gewährleistet komfortablen Download vor Ort
  • in Planung beim aachen tourist service e.v.: Analoge Führung für Menschen ohne Smartphone