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Prächtige Karnevalswagen so weit das Auge reicht: Im Vorfeld des Pressetermins in der opulenten AAK-Halle "Liebigstraße" schmetterten Kinderprinz Julius I. (Philipp), Dirk Engels (Zugleiter Kengerzoch), Frank Prömpeler (Präsident des FestAusschusses Aachener Karneval, AAK), NetAachen-Geschäftsführer Andreas Schneider und Rosenmontagszug-Leiter Günter Hintzen ein Vorfreude stiftendes "Oche Alaaf" in die Kameras. (Foto: Bernd Born)
NA!? WAS? 05/02/2018

Öcher Kengerzoch: Zur Wahrung des integrativen Charakters ziehen NetAachen & AAK an einem Strang.

von Bernd Born

Mit einem spontan einberufenen Pressetermin in der opulenten Wagenbauhalle in der Liebigstraße haben der FestAusschuss Aachener Karneval (AAK) und der angegliederte Arbeitsausschuss Aachener Kinder-Karneval (AKiKa) sozusagen aus erster Hand Vorfreude geschürt: An der Seite von Märchenprinz Julius I. (Philipp) informierten AAK-Präsident Frank Prömpeler sowie die beiden Zugleiter Dirk Engels und Günter Hintzen sowohl über den Kengerzoch (Tulpensonntag, 11. Februar, 11.11 Uhr ab Oppenhoffallee) als auch über den Rosenmontagszug (12. Februar 2018, 11.11 Uhr ab Adalbertsteinweg).

AKiKa steht für Arbeitsausschuss Aachener Kinder-Karneval im FestAusschuss Aachener Karneval (AAK). Präsident des AAK ist Frank Prömpeler, Leiter des AKiKa Wolfgang Radermacher.

Mit 132 Zugnummern und 3637 gemeldeten Teilnehmern gewinnt der Kengerzoch unter dem Motto "Vür sprenge met Kleng än Jrueß öm Mönster än Stadthuus" in diesem Jahr noch einmal an Größe und Umfang (18 Gruppen und 655 Teilnehmer mehr als 2017). Bunt kostümiert am Start sein werden unter anderem drei Kindertagesstätten, 16 Schulen, elf Privatgruppen sowie 15 Musikkapellen und zahlreiche Karnevalsvereine aus der gesamten StädteRegion. "Die Städtische Gemeinschaftsgrundschule Am Höfling stellt mit 235 Teilnehmern die größte Gruppe, gefolgt von der Städtisch-Katholischen Grundschule Höfchensweg (180) und der Städtischen Gemeinschaftsgrundschule Am Lousberg (170)", so AAK-Präsident Frank Prömpeler, der die Zugleitung bei Dirk Engels in guten Händen weiß.

Die Organisation des Kinderkostümzugs durch die Straßen einer Großstadt wie Aachen (Zochweg: Oppenhoffallee/Aufstellung, Lothringerstraße, Wilhelmstraße, Theaterstraße, Elisenbrunnen, Peterbrunnen, Komphausbadstraße, Seilgraben, Minoritenstraße, Großkölnstraße, Markt, Jakobstraße/Auflösung) stellt für das AKiKa-Team Jahr für Jahr eine große Herausforderung dar: Neben der Koordination der verschiedenen Gruppen und den verantwortlichen Behörden müssen Sicherheitskräfte eingesetzt und Rettungswege im Auge behalten werden. Der Verkehr wird für die Dauer des Umzuges umgeleitet. Von der Wegeabsicherung bis zur Begleitung der Wagen: Der Aufwand - nicht zuletzt auch finanziell - steigt permanent. Erwartet werden einmal mehr bis zu 50.000 kleine und große Jecken.

"Mit dem Kengerzoch hat der Öcher Karneval ein echtes Alleinstellungsmerkmal - erst recht in dieser Größenordnung", ist auch Andreas Schneider, Geschäftsführer der NetAachen, bekennender Fan der kleinen Jecken-Parade am Tulpensonntag. Noch vor ein paar Jahren schlüpfte er höchsteigen ins Kostüm von NetAachen-Maskottchen Netty, um fröhlich winkend und Klömpchen schmeißend den kompletten Zochweg durchzuhalten. Für Schneider war es somit auch eine echte Herzensangelegenheit, als er jetzt AAK-Präsident Frank Prömpeler einen größeren Betrag für die Ausrichtung des Kengerzochs 2018 aushändigen konnte. "NetAachen möchte dazu beitragen, dass der Kinderkostümzug seinen integrativen Charakter wahren kann“, so Schneider: "Die Teilnahme bleibt kostenlos - allen Kindern wird somit die Möglichkeit gegeben, ohne finanzielle Hürden teilzunehmen." Halt Karneval in seiner ursprünglichsten Form! So ist das Engagement des regionalen Telekommunikationsanbieters auch als reine Spende ohne jegliche werbewirksame Gegenleistung zu sehen.

"Deä Zog könt!" heißt es dann am Rosenmontag - der von Zugleiter Günter Hintzen vermeldete Zochweg bleibt unverändert: Adalbertsteinweg, Wilhelmstraße, Theaterstraße, Theaterplatz, Elisenbrunnen, Peterstraße, Komphausbadstraße, Seilgraben, Menoritenstraße, Großkölnstraße, Markt, Jakobstraße, Karlsgraben, Templergraben/Auflösungsbereich. Mit seinen 169 Gruppen (Prunk- und Gesellschaftswagen, Fuß- und Musikgruppen), mehr als 4000 Teilnehmern und einer Gesamtlänge von sechs Kilometern wird der Rosenmontagszug im Öcher Fastelovvend einmal mehr zu den Top 10 der bundesdeutschen Umzüge am Rosenmontag zählen - mit dem AAK-Motto „Os Kultur es ieschte Wahl, met et Mönster än d’r Karneval“ und Prinz Mike I. (Foellmer) als krönenden Abschluss. Der AAK rechnet mit bis zu 250.000 Zuschauern am Zochweg.

"Kengerzoch und Rosenmontagszug - wir freuen uns gleichermaßen auf unsere Straßenkarnevals-Highlights", so der Kinderkarneval-erprobte AAK-Präsident Frank Prömpeler: "Alle Vorbereitungen sind getroffen, bleibt uns 'nur' noch auf trockenes Wetter zu hoffen; ein paar Sonnenstrahlen dürfen sehr gerne auch dabei sein." Seit der Amtsübernahme im September 2015 ist Prömpeler als "erster Ansprechpartner aller Aachener Karnevalsvereine" und Verfechter für den Erhalt des karnevalistischen Brauchtums auf allen Ebenen darum bemüht, die Ausläufer der Karnevals-Welle möglichst über die ganze Stadt schwappen zu lassen. Mit steigendem Erfolg, der Träger des 31. Ehren-Toupets der Lustigen Oecher Figaros sprüht nur so vor neuen (jecken) Ideen.


Stimmen aus der Pressekonferenz

Frank Prömpeler, Präsident des FestAusschusses Aachener Karneval (AAK): "Da die Stadtreiter, Oecher Penn, Oecher Storm und Prinzengarde wieder mit rund 40 Pferden an den Zügen teilnehmen werden, haben wir erstmals auch einen Leitfaden zur Teilnahme von Pferden verfasst. Alle Tiere werden im Vorfeld vom Veterinäramt kontrolliert. Gibt es auch nur die kleinsten Bedenken, wird das jeweilige Pferd aus der Zugfolge genommen. Auf jeden Fall werden die Reiter zu Beginn von Kenger- und Rosenmontagszoch zu sehen sein; das ist für die Pferde mit weniger Stress verbunden. So haben wir das auch schon in den Vorjahren praktiziert, in diesem Jahr ist es lediglich erstmals schriftlich fixiert worden."

"Wenn wir die in den letzten Jahren wegen erhöhter Sicherheitsauflagen kontinuierlich gestiegenen Gesamtkosten für beide Züge addieren, landen wir bei einer knapp sechsstelligen Summe."

Günter Hintzen, Zugleiter des Aachener Rosenmontagszuges: "Das Sicherheitskonzept für den Rosenmontagszug umfasst mittlerweile 160 Seiten. Zudem haben wir ein eigenes Funknetz, welches von 160 Endgeräten gespeist wird. So wissen wir zu jeder Zeit, wo sich jeder Wagen gerade befindet. Vom Zug selbst bekomme ich wenig bis gar nichts mit, da ich gemeinsam mit Vertretern der Polizei, des Ordnungsamtes, der Feuerwehr und der Rettungsdienste die Einsatzzentrale am Elisenbrunnen koordiniere."

Dirk Engels, Zugleiter des Öcher Kengerzochs: "Sowohl beim Kinderzug als auch beim Rosenmontagszug werden an die 700 Sicherheitskräfte des FestAusschusses Aachener Karneval im Einsatz sein. Die ersten Vorbereitungen beginnen bereits um 3 Uhr in der Nacht vor den Zügen, wenn die Außensperren rund um den Zugweg bereitgestellt werden."