Na!? Was?
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Durch Pyrotechnik gekonnt in Szene gesetztes Schlussbild der CHIO-Aachen-Eröffnungsfeier 2017: Die niederländische Partyformation Hermes House Band setzte den Schlusspunkt unter einen facettenreichen und berauschenden Hochsommerabend. (Fotos: Herbert Sliwinski)
NA!? WAS? 19/07/2017

CHIO: Welkom Nederland! Eröffnungsshow gleichermaßen liebevoll wie perfekt inszeniert.

von CHIO Aachen und Bernd Born

Viel Liebe zum Detail und perfekt inszeniert! Rund 170 Pferde und 790 Personen, dazu Kutschen und Wohnwagen, ließen den offiziellen Auftakt des Weltfests des Pferdesports einmal mehr zu einem außergewöhnlichen Abend im sonnendurchfluteten Hauptstadion werden. Welkom CHIO Aachen 2017, welkom Nederland!

Die Aachener Soers und das Springstadion auf dem Gelände des Aachen-Laurensberger Rennvereins e.V. - kann es eine traumhaftere Kulisse für "os" CHIO geben?
Gelungener Einstieg in die Eröffnungsshow: Ein nostalgisches Grenzszenario am Dreiländereck inmitten des weiten Reitstadion-Rundes.
Die deutsch-niederländische Freund- und Nachbarschaft beherrschte sämtliche "Begegnungen" im 150 mal 120 Meter großen Innenraum des Hauptstadions, dem Austragungsort der Springwettbewerbe.

Ein Abend voll und ganz der deutsch-niederländischen Freund- und Nachbarschaft gewidmet! Und das war nicht nur auf den Tribünen spürbar, sondern auch und vor allem auf dem "Heiligen Rasen". Schon vor der Eröffnung stimmte ein nostalgisches Grenzszenario am Dreiländereck auf die Show ein. Bilder aus längst vergangenen Zeiten wurden wieder lebendig: Schmuggler, Zöllner, Barrieren, Schlagbäume und vieles mehr. Doch mit der folgenden Dressur- und Springquadrille, die von jungen deutschen und niederländischen Reitern präsentiert wurde, verschwammen die Grenzen zusehends. Und die etwas unkonventionelle Eröffnungsansprache des Springreiterduos Ludger Beerbaum und Jeroen Dubbeldam hoch zu Ross inmitten der Repräsentanten der teilnehmenden Nationen ließ diese Grenzen voll und ganz schwinden. "Für euch ist das hier ja eigentlich genauso ein Heimspiel wie für uns", so Beerbaum. Dubbeldam schloss sich an: "Ja, wir fühlen uns hier zu Hause. Insbesondere das Publikum zollt jedem Reiter großen Respekt. Das ist großartig."

Wenn man an die Niederlande denkt, darf das Königshaus natürlich auch nicht fehlen. Dieses entsandte seine Königlichen Stallungen in die Soers, mitsamt prunkvoller Kutschen, Vorreitern und Eskorte, musikalisch begleitet von der niederländischen Polizeikapelle. Etwas rasanter ging es unter dem Motto "Schluss mit lustig" beim "Kick, Jump & Drive" zu, bei dem sich ein deutsches und ein niederländisches Team ein packendes Duell lieferte. Natürlich waren auch wunderschöne Friesen, die bekannteste Pferderasse aus den Niederlanden, mit von der Partie. Sie schlossen sich als große Quadrille zusammen und die niederländische Werbe-Ikone Frau Antje zeigte, dass auch sie im Sattel eines Friesen eine gute Figur macht. Ein vornehmlich orange geschmückter Fahrradkorso, Drehorgeln, Stelzenläufer in Tulpenkostümen und viele weitere Schaubilder verwandelten die Soers tatsächlich kurzerhand in ein Fleckchen Holland.

Auch der frischgebackene NRW-Ministerpräsident Armin Laschet und sein Amtskollege auf niederländischer Seite - Theo Bovens, Gouverneur von Limburg - ließen sich diesen Spaß nicht entgehen, indem sie sichtlich amüsiert in einer Wohnwagen-Kutsche in die Arena einfuhren. Die 90-minütige Eröffnungsfeier endete mit einem musikalischen Highlight: Die niederländische Partyformation Hermes House Band heizte den Zuschauern zum Schluss noch einmal ordentlich ein. Hartelijk bedankt Nederland!