NA!? LOS!
Sport
Sie gibt die Richtung vor - auch in der "Stuttgart-Woche": Kapitänin Karolina Bednarova. (Foto Andreas Steindl)
NA!? LOS! 20/02/2015

Volleyball: Bedeutende Pokalfinal-Generalprobe für die Ladies - powervolleys-Formcheck in Berlin.

von Bernd Born

Da davon auszugehen ist, dass der USC Münster (29 Punkte) die als Tabellen-Achter und Pre-Playoff-Teilnehmer bereits feststehenden Roten Raben Vilsbiburg in eigener Halle schlagen wird, lässt sich für die Ladies in Black (31 Punkte) vor dem Hauptrunden-Finale am Samstagabend eine einfache Rechnung aufmachen: Möchte man den direkt ins Playoff-Viertelfinale führenden 6. Platz behaupten, ist ein Sieg - egal ob mit voller Punkteausbeute oder im Tiebreak - Pflicht. Ein Punkt (bei einem 2:3) würde bei einem Erfolg der Münsteranerinnen nicht reichen, da dann die mehr gewonnenen Spiele das Pendel in Richtung des NRW-Konkurrenten ausschlagen ließen.

Außenangreiferin Srna Markovic bereitet sich momentan auf die wohl größten Spiele ihrer noch jungen Volleyball-Karriere vor. (Foto: Andreas Steindl)
Ein Blick auf die facebook-Seite der NetAachen lohnt sich: Zum Start ins Wochenende und sozusagen als "Pokalfinal-Opening" verlosen wir sieben Original-Fan-T-Shirts der Ladies in Black.
Das Objekt der Begierde: Im Pokalendspiel von Halle/Westfalen (GERRY WEBER STADION) treffen die Ladies in Black am Sonntag, 1. März 2015, 15.15 Uhr, vor über 10.000 Volleyball-Fans auf das Team von Allianz MTV Stuttgart.
Über Tabellenplatz 3 den vorzeitigen Einzug ins Playoff-Viertelfinale gesichert: Die SWD powervolleys Düren um ihren zwischenzeitlichen Co-Trainer Jaromir Zachrich (Dritter v.li.). Die Rückkehr des Kapitäns aufs Spielfeld ist für das erste Playoff-Viertelfinale am 14. März geplant. (Foto: Rudi Bartgens)

Wenn man so möchte ein kleines Endspiel - da passt es doch allzu gut ins Bild, dass der Abschlussgegner MTV Allianz Stuttgart heißt, den man gut eine Woche später zum großen Pokalfinale im GERRY WEBER STADION in Halle/Westfalen (Sonntag, 1. März, 15.15 Uhr - ab 15 Uhr live auf SPORT1) wiedertrifft. Mehr Showdown geht nun wirklich nicht, zumal die Partie im Nachgang von den Taktikchefs und Scouts auf beiden Seiten regelrecht seziert werden dürfte.

Für die Ladies-Fans wäre schon mal eine schöne Erkenntnis, wenn die auf Platz 2 stehenden Stuttgarterinnen (17 Siege aus 21 Spielen, 52 Punkte) die Rückreise ins Schwabenländle ohne das Qualitätssiegel "unschlagbar" antreten müssten. Die wohl allgemeingültige Faustformel mit dem Pokal, der seine eigenen Gesetzte hat, lässt grüßen! Mit einer reservierten und auf das Pokalfinale ausgerichteten Gangart des Gastes ist eher nicht zu rechnen, da man rein theoretisch noch vom Schweriner SC (spielt allerdings in Dresden) auf Platz 3 verwiesen werden könnte.

So, genug der Konjunktive - sämtliche Sinne sind geschärft; selbst zur besten Rosenmontagszoch-Zeit bat Coach Marek Rojko seine Ladies zur Übungsstunde. Und bis Samstag sollten auch die Nachwirkungen des ein oder anderen grippalen Infekts in den Griff zu bekommen sein. Freuen wir uns alle auf eine tolle Volleyballwoche, an deren Ende ... - wir wagen es uns noch gar nicht auszusprechen.

www.ladies-in-black.de
Tabelle 1. Volleyball-Bundesliga Frauen


Das Liga-Restprogramm (Hauptrunde)

Samstag, 21. Februar 2015, 19.30 Uhr, "Hexenkessel" Neuköllner Straße:
Ladies in Black Aachen - Allianz MTV Stuttgart


Termine

4., 7. und 11. März 2015: Pre-Playoffs
ab Samstag, 14. März 2015: Playoff-Viertelfinale

Der Aachener Kader 2014/15 (hier in jeweils korrekter, landestypischer Schreibweise)Marija Pucarević, Ron Ponte (beide Zuspiel), Tatiana Crkoňová, Simona Kóšová, Ivona Svobodníková (alle Mittelblock), Karolína Bednářová, Dora Grozer, Srna Marković (alle Außenangriff), Romana Staňková, Maja Burazer (beide Diagonal), Dominika Valachová (Libera)


Kleine Rückblende: Das alte Jahr endete für die SWD powervolleys Düren mit einer großen Enttäuschung. Die Mannschaft schied im Pokal-Halbfinale in Lüneburg überraschend aus und verlor zudem Kapitän Jaromir Zachrich wegen eines Muskelbündelrisses. Noch schwieriger wurde die Lage, als vor dem Gastspiel des VfB Friedrichshafen in Düren (0:3) mit dem inzwischen aus dem Kader ausgeschiedenen Steven Hunt ein weiterer Stammspieler verletzungsbedingt passen musste. Dazu kam eine Grippewelle, die im Januar durch die Mannschaft schwappte. Punktum: Nachdem Friedrichshafen die Dürener im ersten Spiel des neuen Jahres nach allen Regeln der Kunst verprügelt hatte, waren die Aussichten bei den SWD powervolleys Düren alles andere als rosig.

Weit gefehlt. "Ich bin verdammt stolz auf unser Team", so der in den letzten Spielen als Co-Trainer umfunktionierte Jaromir Zachrich heute: "Entweder du zerbrichst als Mannschaft an einer solchen Phase - oder du kommst noch stärker da raus." Die powervolleys haben sich für die zweite Variante entschieden. Der Lohn für eine der besten Saisonphasen, die ein Dürener Team seit langer Zeit gespielt hat, lautet Platz 3 als Ausgangsbasis für die Playoffs. Den hatte das Team von Cheftrainer Michael Mücke nach einem mühevollen 3:1-Heimsieg über die VSG Coburg/Grub Anfang Februar so gut wie und seit dem Sieg der SVG Lüneburg beim TV Ingersoll Bühl dann endgültig sicher. Zwei Spieltage vor dem Ende der Normalrunde!

Bleibt zu hoffen, dass die Truppe die 2015er-Frühform trotz unfreiwilliger Karnevalspause zu konsolidieren weiß. Vielleicht eignet sich ja gerade das die Bundesliga-Hauptrunde beschließende Berlin-Wochenende dazu, unverzichtbare Automatismen weiter zu verinnerlichen, bevor es ab Samstag, 14. März 2015, im Playoff-Viertelfinale um die Krönung einer bis hierhin tadellosen Saison geht. Mit Oskar Klingner (mehrere Bänderrisse am Sprunggelenk) fällt nach Jaromir Zachrich ein weiterer Mittelblocker aus. Dafür könnte Neuzugang und Rückkehrer Davic Meder seine Saisonpremiere im Dürener Trikot feiern.

www.swd-powervolleys.de
Tabelle 1. Volleyball-Bundesliga Männer


Das Liga-Restprogramm (Hauptrunde)

Freitag, 20. Februar 2015, 19 Uhr, Sportforum Hohenschönhausen:
VCO Berlin - SWD powervolleys Düren

Samstag, 21. Februar 2015, 19.30 Uhr, Max-Schmeling-Halle:
Berlin Recycling Volleys - SWD powervolleys Düren


Playoff-Viertelfinale (Modus: best of three)

Samstag, 14. März 2015, 19.30 Uhr, ARENA Kreis Düren:
SWD powervolleys Düren - Tabellen-6. der Bundesliga-Hauptrunde
(nach jetzigem Stand und aller Voraussicht nach der TV Rottenburg)

Samstag/Sonntag, 21./22. März 2015:
2. Spiel (auswärts)

Mittwoch, 25. März 2015, 19 Uhr, ARENA Kreis Düren:
evtl. 3. Spiel

Der Dürener Kader 2014/15: Tomas Kocian, Ciaran McGovern (beide Zuspiel), Jaromir Zachrich, Georg Klein, Oskar Klingner, Davic Meder (alle Mittelblock), Matthias Pompe, Dennis Barthel, Jan-Philipp Marks (alle Außenangriff), Sebastian Gevert, Marvin Prolingheuer (beide Diagonal), Blair Bann (Libero) - der Vertrag mit Außenangreifer Steven Hunt wurde in beiderseitigem Einvernehmen aus privaten Gründen und nicht zuletzt auch aufgrund langwieriger Schulterprobleme aufgelöst