NA!? LOS!
Sport
"Die Spieler reden ja miteinander. Wenn sie dann sagen, dass die Stimmung in Düren gut ist und der Verein zuverlässig, dann hat man gute Karten. Vor allem in Zeiten, in denen viele Klubs mit finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen haben." (Goswin Caro, sportlicher Leiter der SWD powervolleys Düren)
NA!? LOS! 22/09/2014

SWD powervolleys Düren: Schritt für Schritt zu einer zuverlässigen Top-Adresse der Bundesliga gereift.

In knapp vier Wochen beginnt die neue Saison in der Volleyball-Bundesliga. Düren startet am Samstag, 18. Oktober, 19.30 Uhr, mit einem Heimspiel gegen den TV Ingersoll Bühl. Viel hat sich getan. Der Name ist neu, evivo düren heißt jetzt SWD powervolleys Düren. Fünf Neuzugänge gehören zum zwölf Mann starken Kader, zwei davon sind Rückkehrer. Im Interview sprechen Gesellschafter und Sponsor Erich Peterhoff sowie der Sportliche Leiter Goswin Caro über die Liga, die (gewachsene) Situation in Düren und die generelle Erwartungshaltung für die neue Saison. (red/bb)

"Es ist uns tatsächlich gelungen, mehr Spieler zu halten und zurückzuholen, als wir uns das zu Jahresbeginn erhofft haben." (Erich Peterhoff, Gesellschafter und Sponsor der SWD powervolleys Düren)

Ein Wort zum Gewinn der Bronzemedaille der deutschen Männer bei der WM in Polen ...
Caro:
Sensationell.
Peterhoff: Hochverdient.

In der vergangenen Saison haben Sie Platz fünf in der Bundesliga geschafft. Zufrieden?
Caro:
Die Saison ist besser gelaufen als erwartet. Wir haben Platz 6 als Ziel ausgegeben und Platz 5 erreicht - und das mit einem begeisterungsfähigen Team und Zuschauern, die uns fantastisch unterstützt haben. Demnach waren wir sehr zufrieden.

Mit Platz fünf war die Mannschaft für den Europapokal qualifiziert. Warum hat der Verein trotzdem darauf verzichtet?
Peterhoff: Wir haben verzichtet, weil wir verantwortungsvoll mit unseren Mitteln umgehen. Auch wenn sich die Spieler die Teilnahme verdient haben, sehen wir leider die Zeit noch nicht gekommen, dieses finanzielle Risiko einzugehen. Wir wissen aus eigener Erfahrung, wie teuer mehrere Runden Europapokal sein können.
Caro: Das sieht man aber in ganz Europa, dass Mannschaften auf ihren internationalen Startplatz verzichten. Da muss sich der europäische Verband etwas einfallen lassen. Vielleicht spielt man besser in Staffeln, in denen die geografische Lage der Vereine berücksichtigt wird. Dann wären die Reisekosten nicht so hoch.

Wie lautet die Zielsetzung für die kommende Saison?
Caro:
Einen Platz besser abschneiden. Das Team ist so aufgestellt, dass das möglich ist. Das Minimalziel lautet Platz fünf. Und wir haben ein weiteres schöneres Ziel: Die Fans aufs Neue begeistern und vielleicht noch 100 oder 200 Stammzuschauer dazu gewinnen.

Mit Generali Haching und dem Moerser SC haben sich zwei große Teams aus der Liga zurückgezogen. Rückt Düren damit automatisch nicht noch weiter nach oben?
Caro:
Das sehe ich nicht so. Im Gegenteil: Ich rechne mit Mannschaften aus dem Mittelfeld, die sich deutlich gesteigert haben; auch, weil sie Spieler aus Haching und Moers verpflichtet haben. Coburg oder Rottenburg etwa, auch Mitteldeutschland hat sich gut verstärkt und Aufsteiger Lüneburg stellt eine starke Mannschaft - um nur einige zu nennen. Ich warne eindringlich davor, dem Irrglauben aufzusitzen, dass wir ganz von allein im oberen Drittel landen.
Peterhoff: In der Spitze mag ein Team weggebrochen sein. Dafür erwarte ich ein ausgeglicheneres und besseres Mittelfeld. Da müssen wir uns beweisen.

Die Männer-Bundesliga hat in der vergangenen Saison mit dem wirtschaftlichen Aus für drei Vereine negative Schlagzeilen gemacht. Wie ist die Situation in Düren?
Peterhoff:
In der vergangenen Saison konnten wir wirtschaftlich wieder einen Schritt nach vorne machen. Mehr Luft zum Atmen macht uns das Arbeiten viel leichter. Die Sponsoren haben uns fast alle unmittelbar nach der vergangenen Saison eine erneute Zusage gegeben. Das ist unsere gesunde Basis.

Wie schätzen Sie den neuen Kader ein? Ist er besser besetzt als im Vorjahr?
Caro:
Ich möchte da gar keine Vergleiche ziehen. Das Team aus der vergangenen Saison zählt zu meinen Lieblingsmannschaften, weil es so toll gearbeitet hat. Wir haben uns bemüht, gute Spieler zu bekommen, auf der anderen Seite aber auch gute Spieler verloren. Bei den Neuzugängen sind mit Tomas Kocian und Blair Bann zwei gute Bekannte dabei, so dass wir mit Marvin Prolingheuer, Oskar Klingner und Jan-Philipp Marks eigentlich nur drei Neue haben. Das sind alles richtig gute Leute. Man kann ja mal erwähnen, dass drei unserer Spieler (Marvin Prolingheuer, Jaromir Zachrich und Georg Klein) zum erweiterten Kader der Nationalmannschaft gehören, die gerade so sensationell Bronze bei der WM geholt hat.

Bei den Neuzugängen sind einige Namen dabei, die vor einem halben Jahr vielleicht noch als eine Nummer zu groß für Düren eingeschätzt wurden ...
Peterhoff: Das stimmt. Es ist uns tatsächlich gelungen, mehr Spieler zu halten und zurückzuholen, als wir uns das zu Jahresbeginn erhofft haben. Uns hat ja oft das Schicksal ereilt, unsere besten Spieler nach nur einen Saison an größere Klubs zu verlieren. Mit AJ Nally ist das auch in diesem Jahr passiert. Mit einigen anderen aber eben nicht.
Caro: Es ist ja ein sehr gutes Zeichen, dass zum Beispiel Kocian und Bann zu uns zurückkehren. Die Spieler reden ja miteinander. Wenn sie dann sagen, dass die Stimmung in Düren gut ist und der Verein zuverlässig, dann hat man gute Karten. Vor allem in Zeiten, in denen viele Klubs mit finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen haben.

Die größte Neuigkeit zwischen den Spielzeiten war die Umbenennung von evivo düren zu SWD powervolleys Düren. Daran werden sich viele erst gewöhnen müssen.
Peterhoff:
Das war 2001 ja auch so, als der Dürener TV von evivo düren abgelöst wurde. Wir haben volles Verständnis dafür, dass die Stadtwerke Düren die Option der Umbenennung gezogen haben. Die Marke evivo gibt es nicht mehr und wenn man Namensgeber ist, dann will man sich auch wiederfinden. Für uns ist das toll, wir behalten die Stadtwerke als wichtigen Partner. Wenn man bedenkt, dass andere Klubs große Sponsoren verlieren, ist das extrem viel wert.


Spielplan (1. Volleyball-Bundesliga Männer)

Samstag, 18. Oktober 2014, 19.30 Uhr, ARENA Kreis Düren: 
SWD powervolleys Düren - TV Ingersoll Bühl

Sonntag, 26. Oktober 2014, 18 Uhr, ZF Arena: 
VfB Friedrichshafen - SWD powervolleys Düren

Mittwoch, 29. Oktober 2014, 18 Uhr, ARENA Kreis Düren: 
SWD powervolleys Düren - CV Mitteldeutschland

Dienstag, 4. November 2014, 20 Uhr, Nikolaushalle:
TSV Herrsching - SWD powervolleys Düren

Samstag, 8. November 2014, 19.30 Uhr, ARENA Kreis Düren:
SWD powervolleys Düren - Netzhoppers KW-Bestensee

Sonntag, 16. November 2014, 17 Uhr, Paul-Horn-Arena:
TV Rottenburg - SWD powervolleys Düren

Samstag, 22. November 2014, 19.30 Uhr, ARENA Kreis Düren:
SWD powervolleys Düren - SVG Lüneburg

Mittwoch, 26. November 2014, 19.30 Uhr, HUK Coburg Arena:
VSG Coburg/Grub - SWD powervolleys Düren

Freitag, 28. November 2014, 20 Uhr, ARENA Kreis Düren:
SWD powervolleys Düren - VCO Berlin

Samstag, 6. Dezember 2014, 19.30 Uhr, ARENA Kreis Düren:
SWD powervolleys Düren - Cloud&Heat Volley Dresden

Sonntag, 14. Dezember 2014, 17 Uhr, ARENA Kreis Düren:
SWD powervolleys Düren - Berlin Recycling Volleys

Samstag, 20. Dezember 2014, 20 Uhr, Großsporthalle:
TV Ingersoll Bühl - SWD powervolleys Düren

Mittwoch, 7. Januar 2015, 20 Uhr, ARENA Kreis Düren:
SWD powervolleys Düren - VfB Friedrichshafen

Samstag, 10. Januar 2015, 19.30 Uhr, Jahrhunderthalle Spergau:
CV Mitteldeutschland - SWD powervolleys Düren

Samstag, 17. Januar 2015, 19.30 Uhr, ARENA Kreis Düren:
SWD powervolleys Düren - TSV Herrsching

Mittwoch, 21. Januar 2015, 19 Uhr, Landkost-Arena:
Netzhoppers KW-Bestensee - SWD powervolleys Düren

Samstag, 24. Januar 2015, 19.30 Uhr, ARENA Kreis Düren:
SWD powervolleys Düren - TV Rottenburg

Samstag, 31. Januar 2015, 20 Uhr, Gellersenhalle:
SVG Lüneburg - SWD powervolleys Düren

Mittwoch, 4. Februar 2015, 20 Uhr, ARENA Kreis Düren:
SWD powervolleys Düren - VSG Coburg/Grub

Freitag, 13. Februar 2015, 19.30 Uhr, Margon Arena:
Cloud&Heat Volley Dresden - SWD powervolleys Düren

Freitag, 20. Februar 2015, 19 Uhr, Sportforum Hohenschönhausen:
VCO Berlin - SWD powervolleys Düren

Samstag, 21. Februar 2015, 19.30 Uhr, Max-Schmeling-Halle:
Berlin Recycling Volleys - SWD powervolleys Düren


Der Dürener Kader 2014/15:
 Sebastian Gevert, Marvin Prolingheuer (beide Diagonal), Jaromir Zachrich, Georg Klein, Oskar Klingner (alle Mittelblock), Matthias Pompe, Steven Hunt, Dennis Barthel, Jan-Philipp Marks (alle Außenangriff), Tomas Kocian, Ciaran McGovern (beide Zuspiel), Blair Bann (Libero)