NA!? LOS!
Sport
v.l.n.r.: Emily Clara, Rebecca, Team-Managerin Annika Blaeser, Sarah und Chiara
NA!? LOS! 14/02/2019

Im Gespräch mit den Ballmädchen der SWD powervolleys Düren: "Wir wollen nicht nur Zuschauer sein!"

Die Zuschauer in der ARENA Kreis Düren sahen ein packendes Spiel gegen den VfB Ludwigshafen.

Gut gespielt und doch verloren: Am vergangenen Sonntag, den 10. Februar ging es für die SWD powervolleys Düren gegen ein stark auftretendes Team des VfB Friedrichshafen. Entsprechend steil gestaltete sich die Spannungskurve während des Matches und entsprechend knapp mussten sich Björn Andrae, Sebastian Gevert und Co. schließlich geschlagen geben. Der entscheidende Matchball prallt am Ende von der Dürener Feldabwehr ins Aus und beendet das Spiel mit den Satzergebnissen 2:3. 22:25, 25:17, 23:25, 25:22 und 13:15.

Mittendrin im hitzigen Hin und Her: Emily Clara (13), Sarah (14), Rebecca (14) und Chiara (14). Die vier Schülerinnen gehören zu den 22 Ballmädchen der SWD powervolleys Düren und unterstützen die Spieler seit vielen Jahren neben und auf dem Volleyballfeld. Wir haben die Mädchen nach getaner Arbeit getroffen – zusammen mit Managerin Annika Blaeser, die ihre Karriere ebenfalls mit elf Jahren als Ballmädchen begann ...

Na.de: Emily Clara, Sarah, Rebecca und Chiara, seit ungefähr 4 Jahren seid ihr ein wichtiger Teil des Teams rund um die SWD powervolleys Düren. Was zeichnet ein gutes Ballmädchen aus?

Sarah: Unsere Hauptaufgabe ist es, während des Spiels alle Bälle im Auge zu behalten und immer wieder aufzuteilen. Wir reichen die Bälle dann zu den Aufschlägen und sorgen dafür, dass das Spiel reibungslos ablaufen kann. Dafür müssen wir immer konzentriert sein und schnell reagieren, wenn Bälle ins Aus fliegen.

Chiara: Wir reichen auch mal Handtücher oder wischen Schweißflecken vom Spielfeld, denn die sorgen für Rutschgefahr. Das nennt sich dann "Quick-Mopping".

Sarah: Das macht mir am meisten Spaß, weil man dann mitten im Spiel auf´s Feld flitzen darf!

Na.de: Was macht euch denn sonst noch Spaß am Ballmädchensein?

Rebecca: Wir kennen uns alle seit vielen Jahren. Es ist jedes Mal wie ein kleines Klassentreffen, wenn wir zusammenkommen. Außerhalb der Saison sehen wir uns nicht so häufig, aber zu den Spielen haben wir immer richtig viel Spaß.

Emily Clara: Mir gefällt es, Teil einer Mannschaft zu sein. Ich könnte mich nicht mehr einfach nur als Zuschauer auf die Tribüne setzen – ich will mittendrin sein!

Na.de: Was treibt ihr denn so abseits des Volleyball-Feldes? Was sind eure Hobbies?

Sarah: Ich mache Parcours!

Rebecca: Ballett!

Emily: Ich bin Co-Trainerin einer Fußballmannschaft!

Annika: Du siehst, die Mädels sind alle ziemlich sportbegeistert unterwegs.

Na.de: Wie gut kennt ihr denn die einzelnen Spieler? Baut man da eine Bindung auf, wenn man ein Team so lange begleitet?

Chiara: Wenn Spieler die Mannschaft verlassen, ist das schon traurig. Momentan vermissen wir alle sehr unseren ´Papa Dirk´ (gemeint ist Dirk Westphal; Anm. d. Red.) – mit ihm war es immer lustig.

Na.de: Annika, du hast damals ebenfalls mit 11 Jahren als Ballmädchen angefangen. Vermisst du die guten alten Zeiten?

Annika Blaeser: Als Team-Managerin der powervolleys bin ich jeden Tag neu herausgefordert, alles im Blick zu behalten, zu koordinieren und in jeder Situation einen klaren Kopf zu behalten. Als Ballmädchen war das im Prinzip ähnlich. Man muss schnell reagieren können und Multitasking beherrschen. Natürlich habe ich jetzt eine ganz andere Verantwortung – und muss in anstrengenden Phasen mit deutlich weniger Schlaf auskommen als die Mädels. Die gehen ja alle noch zur Schule, das hat natürlich immer Priorität.

Na.de: Würdest du noch einmal für einen Tag mit einem Ballmädchen tauschen wollen?

Annika Blaeser: Sagen wir mal so: Ich sehe ein, dass der Niedlichkeitsfaktor bei mir einfach nicht mehr gegeben ist. Deshalb überlasse ich diese Aufgabe mittlerweile gerne den Jüngeren!

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Mit dem Spiel am 10. Februar bleibt Düren in der Tabelle auf dem sechsten Platz. Nach einer kräftezehrenden Phase mit vielen Einsätzen heißt es jetzt erstmal: Regeneration auf ganzer Linie. In den nächsten drei Wochen stehen lediglich zwei Spiele an, das erste davon am kommenden Sonntag beim TV Rottenburg.