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Kommunikationstechnik
NA!? KLAR! 03/04/2019

Die (Net)Aachener Buchmesse 2019: Unsere Mitarbeiter stellen ihre Lieblingsbücher vor!

Vielen Dank, Andreas, dass du uns eines deiner Lieblingsbücher vorgestellt hast!

Wir bei NetAachen lieben Geschichten aller Art - nicht nur hier in unserem Webmagazin, sondern auch in gedruckter Form. Viele unserer Kolleginnen und Kollegen sind waschechte Leseratten und so hat sich über die Jahre die Tradition unserer eigenen Büro-Bücherecke entwickelt. Hier reihen sich regelmäßig neue Geheimtipps ins Regal, die nur darauf warten, entdeckt zu werden. Vom Liebesroman bis Science Fiction ist alles dabei. Wir haben uns gedacht: Was Leipzig und Frankfurt können, das kann die Kaiserstadt schon lange - und damit Herzlich willkommen zur

(Net)Aachener Büchermesse!

In den nächsten Wochen stellen Ihnen unsere NetAachen-Mitarbeiterinen und Mitarbeiter hier bei NA!? ihre persönlichen Lieblingsbücher vor. Viel Spaß!

Den ersten Halt machen wir mit einem Buchtipp unseres Schriftstellers im Unternehmen. Andreas, 44 Jahre alt, ist bei NetAachen in der Systemberatung tätig - und schreibt ganz nebenher einen Roman nach dem anderen. Klar, dass wir seinen literarischen Empfehlungen besonderes Gehör schenken. Los geht´s: "Die Entdeckung des Himmels", der erfolgreichste Roman des 2010 verstorbenen holländischen Schriftstellers Harry Mulisch umfasst stolze 880 Seiten und befindet sich aktuell in der 32. Auflage. Wer ein wenig recherchiert, stößt auf begeisterte Kommentare wie "Life of Brian auf Niederländisch!" oder "Hier hat Dan Brown also seine Ideen geklaut!". Das macht natürlich erst einmal die Liebhaber spannungsgeladener Action-Krimis neugierig ...

Na.de: Andreas, warum hast du dich bei deinem Buchtipp für unsere Büchermesse für diesen Roman entschieden?

Andreas: Damals war ich ziemlich genau 2 Monate bei der accom (Die Firma, aus der später NetAachen fusionierte; Anm. d. Red.) und ein paar nette Kollegen schenkten mir das Buch zu meinem 24. Geburtstag. Es war mein erster Roman von Harry Mulisch und ich war von Anfang an begeistert von der eingängigen Sprache und der dichten, immer wieder überraschenden Handlungsstränge. Es spielt in den Niederlanden der Nachkriegszeit und behandelt von Liebe, Freundschaft, Religion, Krieg und Frieden so ziemlich alle großen Themen der Menschheit und schafft es dabei trotzdem noch unterhaltsam und stellenweise sogar richtig lustig zu sein. Ich habe damals schon selbst Geschichten geschrieben, aber noch etwas unter Vorbehalt. "Die Entdeckung des Himmels" ist eines der Bücher, das mich ermutigt hat, mich dem Schreiben noch mehr zu nähern. Bis heute habe ich das Buch bestimmt vier oder fünfmal gelesen, so genau weiß ich das gar nicht. Auch die anderen Romane von Harry Mulisch stehen bei mir mittlerweile im Bücherregal und auch die sind durch die Bank weg super. Aber "Die Entdeckung des Himmels" hat für mich nach wie vor einen besonderen Stellenwert. Es erinnert mich an meine Anfangszeit bei accom/NetAachen und an die Zeit, in der ich meinen eigenen Geschichten immer mehr Raum gegeben habe.

Na.de: Harry Mulisch ist vor allem durch sein Ideenreichtum und seine Plot-Twists bekannt. Wie kommst du an Ideen für deine Geschichten?

Andreas: Es ist eher so, dass die Ideen zu mir kommen. Meistens sind es Kleinigkeiten, die mich weiterdenken und vor mich hin phantasieren lassen. So kann auch mal ein ganzer Roman entstehen. Der Anstoß zu meinen "Zeelandgeschichten" war zum Beispiel ein Urlaubsnachmittag mit meiner Frau in Domburg. Wir saßen in einem Café und haben einfach nur die Leute beobachtet. Ich habe mich dann irgendwann bei jedem einzelnen Menschen gefragt, was ihn wohl genau heute genau hier hin geführt haben mag. Aus diesem einen Nachmittag ist am Ende ein Band mit sieben Geschichten hervorgegangen.

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Harry Mulisch: "Die Entdeckung des Himmels"
Inhaltsangabe: Eine in das umtriebige und abgründige 20. Jahrhundert ausschwärmende Geschichte über eine ungewöhnliche Freundschaft, eine Liebe, die aufmüpfigen Sechziger, die pragmatischen Siebziger und die windigen Achtziger Jahre und den langen Nachhall der Kriegs- und Nachkriegszeit; über ein ungewöhnliches Kind, das einen noch ungewöhnlicheren "Auftrag" hat; einen Astronomen und Don Juan, der nie zur Ruhe kommt, und ein Sprachgenie, das in der Politik Karriere macht.
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Andreas´ Zeelandgeschichten und viele weitere seiner Romane finden Sie hier.