Na!? Klar!
Kommunikationstechnik
Der letzte Ausbau-Report des Jahres: Das Anfang Januar gegebene Ausbauversprechen für Sief, Schmithof, Friesenrath und Hahn konnte auch dank des innovativen und kosteneffizienten Trenching-Verfahrens fristgerecht gehalten werden. Jüngst wurden der NetAachen auch neun Nahbereiche (Aachen 3, Würselen 3, Alsdorf 2 und Linnich) seitens der Bundesnetzagentur zugesprochen. Die entsprechenden Ausschreibungs- und Genehmigungsverfahren sind bereits angelaufen. (Foto: Bernd Born)
NA!? KLAR! 12/12/2017

Ausbau-Report: Bundesnetzagentur vergibt neun Nahbereiche an die NetAachen - "Süd-Zugabe" fertig.

von Bernd Born

Begrifflichkeiten aus dem Themenbereich der Telekommunikation, die man als "Normalsterblicher" nicht exakt zuzuordnen weiß: Zum Beispiel "Nahbereich". Der Nahbereich ist der ca. 500-Meter-Radius um eine Ortsvermittlungsstelle, also einen zentral gelegenen Technikraum, über den die Telefon- und Internetversorgung einer jeweiligen Stadt läuft. Davon kann es in einer Stadt auch mehrere geben.

Meistens sind die Ortsvermittlungsstellen direkt mit Glasfaserleitungen angebunden, so dass mit VDSL (Very High Speed Digital Subscriber Line) Surfgeschwindigkeiten von bis zu 50 Mbit/s verfügbar waren. Am Ende können auch dort durch den Ausbau mit Vectoring Bandbreiten von bis zu 100 Mbit/s erreicht werden. Der Ausbau der Nahbereiche ist, wie auch der FTTC-Ausbau (Fibre to the curb, Glasfaser an den Randstein), seitens der Bundesnetzagentur (BNetzA) klar geregelt. Im Hinblick auf eine Investitionszusage und im Zuge eines Auswahlverfahrens wurden der NetAachen jetzt insgesamt neun Nahbereiche  (Würselen 3, Alsdorf 2, Linnich 1 sowie für Aachen selbst Viktoriastraße/Frankenberger Viertel, Brand und Kornelimünster) zugesprochen, deren Ausbau jetzt vorangetrieben wird. Die entsprechenden Ausschreibungs- und Genehmigungsverfahren sind bereits angelaufen.

Für die Erweiterung des Glasfasernetzes in den Nahbereichen (teils im Eigenausbau, teils durch Ausbaukooperationen mit enwor - energie & wasser vor Ort GmbH und der Westnetz GmbH, einer Tochtergesellschaft der Innogy-Gruppe) wird NetAachen 60 neue Technikgehäuse aufstellen, um so insgesamt 88 Kabelverzweiger (KVz) der Telekom anzubinden. Damit werden weiteren rund 12.000 Wohn- und Gewerbeeinheiten Internet-Geschwindigkeiten von bis zu 100 Mbit/s zur Verfügung stehen. Ziel ist es, die Nahbereiche bis Herbst 2018 ausgebaut zu haben, so dass die Migration von VDSL-Kunden bis zum Frühjahr 2019 abgeschlossen werden kann.

Derweil konnte ein zu Beginn des Jahres gegebenes Ausbauversprechen termingerecht gehalten werden: In Sief, Schmithof, Friesenrath und Hahn sind jetzt die schnellen Anschlüsse von NetAachen verfügbar - sozusagen als "Nachschlag" für den Aachener Süden mit dem sich ebenfalls im "Ready-for-service"-Status befindlichen Stadtbezirk Kornelimünster/Walheim und den Ortschaften Lichtenbusch, Oberforstbach, Schleckheim, Nütheim, Krauthausen sowie Eich. Die jetzt verfügbare und teilweise durch das innovative und kosteneffiziente Trenching-Verfahren ermöglichte FTTC-Technologie (engl. Fibre to the Curb, Glasfaser an den Randstein, in die Nähe des Teilnehmers) garantiert Vectoring-gestützte Bandbreiten von bis zu 100 Mbit/s für zusätzlich rund 1375 Wohn- und Gewerbeeinheiten. Für die "Erweiterung Süd" hat die NetAachen im Eigenausbau acht neue Technikgehäuse aufgestellt und rund 18 Kilometer Glasfaserkabel verlegt.