Na!? Klar!
Kommunikationstechnik
Für einen reibungslosen FTTC-Ausbau im Nahbereich "Viktoriastraße/Frankenberger Viertel" an einem Besprechungstisch (v.l.n.r.): Rolf und Joachim Schlüter (Willems & Co. KG, Tief- und Straßenbau), NetAachen-Projektleiter Helmut Cajet, Rainer Kolvenbach (Stadt Aachen) sowie Arno Stammsen und Ralf Philippen von der Philippen Tiefbau GmbH. (Foto: Bernd Born)
NA!? KLAR! 11/01/2018

Ausbau-Report: NetAachen, Stadt und Tiefbauer - für einen glasklaren Ablauf kommen alle an einen Tisch.

von Bernd Born

Das neue Jahr nimmt zunehmend Fahrt auf und mit ihm bis ins kleinste Detail vorbereitete Ausbauthemen, die bei der NetAachen auch in den kommenden zwölf Monaten ganz oben auf der Prioritätenliste stehen werden.

Die von der Bundesnetzagentur aufgrund einer konkreten Investitionszusage zugesprochenen Nahbereiche sind dran (NA!? berichtete), je drei in Aachen und Würselen, zwei in Alsdorf und ein weiterer in Linnich. Insgesamt, so hat uns Mark Dauven, Projektleiter Netzdesign bei der NetAachen, vorgerechnet, werden zum geplanten Ausbauende im Frühjahr 2019 weiteren 12.000 Wohn- und Gewerbeeinheiten Internet-Geschwindigkeiten von bis zu 100 Mbit/s zur Verfügung stehen.

Mit der Viktoriastraße beziehungsweise dem Frankenberger Viertel haben wir uns einen (Aachener) Nahbereich herausgepickt, zu dem unter anderem der Adalbertsteinweg, die Oranienstraße, die Viktoriaallee, der Neumarkt, die Bismarckstraße und die Oppenhoffallee gehören. Aus gutem Grund, denn unser geschätzter Kollege und Netzbau-Experte Helmut Cajet hat einmal mehr sehr gewissenhaft seine "Hausaufgaben" erledigt, nachdem wir exakt am 12. Dezember das Glasfaser-Zeitalter für das aufgelistete Gebiet in unmittelbare Aussicht stellen durften. Das aufwändige Planungs-, Genehmigungs- und Auftragsverfahren ist abgeschlossen, die konkrete Netzbau-Umsetzung mit den Aachener Tiefbaufirmen Philippen (Los 1) und Willems (Los 2) kann beginnen.

Um Beeinträchtigungen des Verkehrs so gering wie möglich zu halten, ist es mit der reinen Tiefbau-Planung allerdings längst nicht getan. Um wirklich nichts dem Zufall zu überlassen, lädt Helmut Cajet in schöner Regelmäßigkeit und im Vorfeld einer jeden groß angelegten Maßnahme zu einer Abstimmungsrunde ein, bei der alle Fragen oder Problemstellungen direkt angesprochen werden können. So wie im am Dienstagmorgen - neben Cajet und Michael Gayer (Technischer Leiter der NetAachen) mit am Tisch: Rolf und Joachim Schlüter (Willems & Co. KG, Tief- und Straßenbau), Arno Stammsen und Ralf Philippen (Philippen Tiefbau GmbH) sowie - ganz entscheidend - Rainer Kolvenbach, bei der Stadt Aachen unter anderem für verkehrsrechtliche Anordnungen zuständig.

Ach ja, auch wir durften Mäuschen spielen, um uns in der nächsten guten Stunde davon zu überzeugen, dass wirklich alles Erdenkliche unternommen wird, um den Glasfaserausbau so "unauffällig" wie nur eben möglich voranzutreiben. Über die erste Entscheidung herrscht schnell allgemeiner Konsens: Zwar werden ab dem 22. Januar schon erste NetAachen-Technikgehäuse mittels partiellem Erdaushub aufgestellt (insgesamt 29 zur Anbindung von 35 Kabelverzweigern, KVz, der Telekom), der eigentliche Tiefbau auf der Fläche startet allerdings frühestens am Aschermittwoch, um dem jecken Treiben in der Stadt gar nicht erst die Quere zu kommen. Bis dahin wird Helmut Cajet auch alle Bestandstrassen beziehungsweise bereits unter der Erde liegenden Leerrohre auf Durchgängigkeit geprüft haben, um spätere, zur Unzeit kommende böse Überraschungen ausschließen zu können.

Herauskristallisiert hat sich zudem, dass ein üblicherweise zur Verkehrsführung herangezogener Regelplan für Adalbertsteinweg, Oppenhoffallee & Co. nicht ausreichen wird. "Für bestimmte Teilbereiche werden wir daher noch ein externes Planungsbüro mit der Erstellung eines in diesen Fällen erforderlichen Verkehrszeichenplans beauftragen", so NetAachen-Projektleiter Helmut Cajet. Der soll dann zu einem bereits ins Auge gefassten Ortstermin vorliegen, an dem auch weitere Vertreter der Stadt (Signaltechnik) und der ASEAG (eine Haltestelle muss für eine gewisse Zeitspanne verlegt werden) teilnehmen werden.

Einen FTTC-Ausbau (Fibre to the curb, Glasfaser an den Randstein) ohne Beeinträchtigungen kann es nicht gehen, "penibel genaue Planungen sind daher das A und O, um schnellstmöglich wieder von der Bildfläche verschwinden zu können", so Cajet abschließend. Seit Dienstagmorgen sind wir sehr sicher, dass diesbezüglich alle Fäden an genau der richtigen Stelle zusammenlaufen. Übrigens: Auch die anderen, hier nicht im Detail thematisierten Nahbereiche haben sämtliche Verfahrens-Hürden bereits genommen, um ihrerseits auf Herz und Nieren überprüft zu werden.