Na!? Klar!
Kommunikationstechnik
Trenching macht's möglich! Die zunächst für "wirtschaftlich nicht abbildbar" deklarierten Gebiete Sief, Schmithof, Friesenrath und Hahn werden nun doch ans eigene Glasfasernetz angeschlossen, um bis zum Jahresende mit durch Vectoring gestützten Surfgeschwindigkeiten von bis zu 100 Mbit/s aufwarten zu können. (Fotos: Bernd Born)
NA!? KLAR! 21/08/2017

Ausbau-Report: Mit Trenching in Hahn kräftig "Meter gemacht" - bis zum Basisnetz ist's nicht mehr weit.

von Bernd Born

Baesweiler fertig, Eilendorf fertig, Laurensberg und Richterich fertig - jetzt lassen wir uns an unserem Ausbauversprechen für Sief, Schmithof, Friesenrath und Hahn im Aachener Süden messen.

Der Begriff Trenching (auf gut Deutsch Grabenaushub) beschreibt das Verlegen von Mikrorohren für Glasfaserleitungen. Mittels Frästechnik werden schmale Gräben und Schlitze in Böden und Asphalt eingebracht.

Heute Vormittag konnten wir mittels des Trenchingverfahrens im wahrsten Sinne des Wortes "Meter machen", um Hahn beziehungsweise die dort aufgestellten Technikgehäuse an unser NetAachen-Basisnetz anzuschließen. LÄUFT! ;-)

Der Nachschlag für den Aachener Süden in Richtung Vennvorland beziehungsweise das Umdenken in Bezug auf die wirtschaftliche Machbarkeit lässt sich mit nur einem Wort erklären: Trenching. Das neuartige Verfahren zur Verlegung von Glasfaserkabeln in Straßen und Wegen hat sich beim in enger Kooperation mit der Stadt Aachen als Wegebaulastträger koordinierten Pilotprojekt "Grüne Eiche" (Frühjahr 2016) als extrem zügig und vor allem kosteneffizient erwiesen und sich somit für die vier weiteren Ortschaften des Stadtbezirks Kornelimünster/Walheim regelrecht angeboten.

Daher liegt der NetAachen-Fokus im ersten Step auf der Schaffung einer FTTC-Infrastruktur (Fibre to the Curb). Dabei werden Glasfaserkabel bis zum Kabelverzweiger (KVz) am Straßenrand verlegt, um die Signale von dort auf die bereits unter der Erde liegenden und bis in alle Gebäudekeller hineinreichenden Kupferkabel zu übertragen. Für das neue Ausbaugebiet Sief/Schmithof/Friesenrath/Hahn sind acht neue NetAachen-DSLAM-Gehäuse (Digital Subscriber Line Access Multiplexer, DSL-Zugangskonzentratoren - Umsetzung von Lichtwellenleitern auf Kupfer) notwendig, um diese mit den bereits vorhandenen zehn Kabelverzweigern der Telekom zu verbinden. Insgesamt werden 18 Kilometer Glasfaserkabel verlegt, zu einem nicht unerheblichen Teil in bereits vorhandene Leerrohre. Durch diese Anbindung ans Glasfasernetz werden die bestehenden Telekom-Kupferstrecken (die sogenannten letzten Meilen) zu 1325 möglichen Privatkunden und noch einmal 50 Gewerbeeinheiten erheblich verkürzt, was durch Vectoring gestützte Surfgeschwindigkeiten von bis zu 100 Mbit/s zur Folge haben wird - und das schon bis Ende des Jahres.

NA!? KLAR!: NetAachen legt im Süden nach!

Weitere Informationen zum Trenchingverfahren (inklusive 2:38-Minuten-Filmchen) gibts hier ...NA!? KLAR!: NetAachen erprobt innovatives Trenchingverfahren