Na!? Bitte!
Business
Standen NA!? zu allen Fragen des abgeschlossenen Digitalisierungsprojektes Rede und Antwort: Fee Damm und Achim Schieren von der Bäckerei MOSS KG.
NA!? BITTE! 12/04/2018

Digitalisierung braucht Rückgrat: Beste Zutaten der Vernetzung fürs "MOSS-Leuchtturmprojekt".

von Bernd Born

Die Digitalisierung schreibt viele (Erfolgs-)Geschichten. Seit der Geburtsstunde des NA!?-Web-Magazins im März 2013 besteht eine "unserer" Aufgaben darin, diese aufzuspüren und unter Berücksichtigung des redaktionellen Einmaleins möglichst lebendig und mit viel Liebe zum Detail zu erzählen. Eigentlich reicht aber schon ein Blick auf unseren journalistisch-geprägten Alltag im Hause des Telekommunikationsdienstleisters, um die ganze Wucht stetig fortschreitender Digitalisierungsprozesse dingfest zu machen. Von pixelbasierten Fotoformaten, dem Ende jeglicher Dunkelkammer-Romantik, bis hin ins schnelllebige Videocontent-Zeitalter der Social-Media-Kanäle - in den letzten gut und gerne zwei Jahrzehnten ist wirklich kein Stein auf dem anderen geblieben.

2013 - das NA!?-Web-Magazin erstmals im "MOSS-Einsatz": Im März geht's mit Jörg Moss ins Allerheiligste, die beeindruckend große Backstube in der Hauptdependance Kellershaustraße. "Poschweck-Backen live" sozusagen. (Foto: Bernd Born)
Sammeln, sparen, genießen - mit der neuen Kundenkarte, einem "Kindchen" des abgeschlossenen Digitalisierungsprozesses, sind viele Vorteile verknüpft: Treuepunkte sammeln und einlösen, Geld aufladen und bargeldlos zahlen, von Rabatt-Aktionen profitieren ...
Das Auge isst mit: Herzhafte Snacks von MOSS sind zu jeder Tageszeit beliebt.
Kundenkarte, electronic cash IP, Gäste-WLAN und nicht zuletzt ein von der Hauptdependance in der Kellershaustraße zu bespielendes Kassensystem für sämtliche Filialen: Die Bäckerei MOSS KG wählte den großen Digitalisierungs-Weg mit NetAachen an der Seite.

Warum wir das alles erzählen? Ganz einfach, weil eine Video-Reportage über die Handwerksbäckerei MOSS und "Poschweck-Backen live" mit ausschlaggebend dafür war, dass die NetAachen kleinere Print-Publikationen zur Kundenkommunikation zum eingangs erwähnten Zeitpunkt komplett einstampfte, um stattdessen konsequent die Online-Schiene zu fahren. Seither leben "stetig frische" NA!?-Beiträge im ordentlich frequentierten Web-Magazin vom persönlichen Kontakt, vom unvoreingenommenen Zuhören und einer gründlichen Recherche. Das gilt auch fünf Jahre später noch.

Wieder MOSS, wieder Kellershaustraße, selber Besprechungsraum: Doch statt von Bäckermeister und Geschäftsführer Jörg Moss werden wir dieses Mal von Fee Damm und Achim Schieren erwartet. Die Leiterin Verwaltung und Marketing und der Office Manager, der laut nett gemachtem Kundenmagazin als Digitalisierungs-Beauftragter nicht zuletzt immer dann zur Stelle ist, wenn es an den Schnittstellen zwischen Verwaltung, Produktion, Verkauf und Logistik ab und an mal "knirscht", sind uns von unserer Kollegin Stefanie Jungherz als Gesprächspartner ans Herz gelegt worden. Als Senior Account Manager hat sie schon so manche Telekommunikationslösung für das alteingesessene Aachener Familienunternehmen geschnürt, um unlängst mit einer Aufgabenstellung ganz anderen Ausmaßes konfrontiert zu werden.

"Standortvernetzung" heißt das Zauberwort, das bei der NetAachen einem teamübergreifend zu bewerkstelligen Betreibermodell gleichkommt. Darin sind nicht nur sämtliche Anforderungen der Bäckerei MOSS KG im Sinne einer vollumfänglichen digitalen Infrastruktur für Zentrale, 48 Filialen und zwei mobile Backstuben gebündelt - auch letztendlich alles entscheidende Kriterien wie Aufbau und Realisierung lassen sich bis ins kleinste Detail nachlesen.

Der für sämtliche Filialen geäußerte Wunsch nach mehr Bandbreite war als Grundlage für alles, was da noch benötigt werden möge, relativ zügig abgehandelt. Die Abteilung Systemberatung des Telekommunikationsdienstleisters war gefordert. So erhielt die Hauptdependance des Traditionshauses (seit 1925) in der Kellershaustraße ein neues zentrales VPN-Gateway (Virtual Private Network) des in Würselen ansässigen Hardware-Lieferanten LANCOM Systems GmbH. Mit einem solchen Gateway (vom engl.: Durchgang) für virtuelle Netzwerke lässt sich verschlüsselter Datenverkehr über eine öffentliche Verbindung an einen lokalen Standort senden. Schließlich wurden auch sämtliche Filialen mit neuen VPN-Routern ausgestattet. "Die logisch dezidierte Verbindung zur Zentrale wird durch den VPN-Tunnel bereitgestellt; dabei kommt das Verschlüsselungsverfahren IPsec (Internet Protocol Security) zum Einsatz", so Vernetzungs-Spezialist Guido Ruthmann zu den geschaffenen Basis-Voraussetzungen, für die NetAachen-Techniker aus Installations- und Konfigurationsgründen jeden einzelnen MOSS-Standort in der Region anfahren mussten.

"Uns war von vorneherein klar, dass das, was wir da in Auftrag gegeben hatten, in ein Großprojekt ausarten würde", so der in jeden Realisierungsschritt mit eingebundene Achim Schieren, der sich in den letzten Jahren um den technischen Fortschritt des Öcher Familienunternehmens verdient gemacht hat. Die unterschiedlichen Services (Produktberater, Videoüberwachung, Intranet, Kasse, Werbebildschirmsysteme, Gäste-WLAN, electronic cash IP, bonVito-Kundenkarte, Radio und Telefonie) werden heute nach Fertigstellung des Projekts und je nach Verwendungszweck entweder als lokales Breakout oder mittels VLAN (Virtual Local Area Network) durch den VPN-Tunnel zur Zentrale mit beeindruckend großer Produktionsstätte nach Eilendorf übertragen. "Ich müsste lügen, wenn ich sagen würde, dass alles auf Anhieb und wie am Schnürchen geklappt hat“, so Schieren: "Aufgrund der Projektgröße war abzusehen, dass es von Filiale zu Filiale auch mal haken kann. Letztendlich haben wir aber innerhalb eines Jahres alle Herausforderungen inklusive Rufnummernkonzept so gemeistert, dass wir aktuell in vielerlei Hinsicht eine Vorreiterrolle einnehmen.“

Das Schöne an hoch anspruchsvollen technischen Prozessen: Sie lassen sich mitunter derart einfach darstellen, dass sie für Jedermann nachvollziehbar sind. Fee Damm und Achim Schieren sind wahre Meister darin, das neue digitale MOSS-Zeitalter bildlich zu beschreiben. "Unsere Cloud, in der unter anderem auch alle Hygiene-Zeugnisse oder Einsatzpläne hinterlegt sind (den Support leistet der ebenfalls involvierte Projektpartner IT2All aus Walheim), stellt auch reale Bilder von der technischen Umgebung jeder Filiale zur Verfügung. So können wir von der Zentrale aus die Verkäuferin vor Ort sozusagen an die Hand nehmen, wenn irgendwo ein ganz spezielles Knöpfchen zur technischen Problembehebung zu drücken ist", so Verwaltungs-Leiterin Fee Damm - und selbstverständlich bestehe auch die Möglichkeit, sich jederzeit auf eine x-beliebige Kasse zu spiegeln oder digitale Werbeflächen wie von Geisterhand zu bespielen: "Das praktizieren wir nahezu regelmäßig, wenn wir beispielsweise zum Ende des Verkaufstages mit speziellen Angeboten für Brötchen, Brote oder Gebäckstücke darum bemüht sind, den Überschuss an Backwaren so gering wie nur eben möglich zu halten."

Die koordinative Hoheit in allen Fragen der Effizienz und vor dem Hintergrund, dass sämtliche Rädchen (Verwaltung, Produktion, Versand, Verkauf oder auch Website) wie bei einem Uhrwerk ineinandergreifen und aufeinander abgestimmt sein müssen, liegt bei Achim Schieren, dem wir leicht folgen können, wenn er uns zum Abschluss mit auf den Weg gibt, dass die Bäckerei MOSS KG mit über 500 Mitarbeitern, 45 Auszubildenden und im 24/7-Betrieb ein hochkomplexes Firmen-Konglomerat sei, in dem es jeden Tag aufs Neue auf schnelle Reaktionszeiten und somit auch Datenzugriffe ankomme: "Wir haben den großen Digitalisierungs-Weg gewählt, um die Kommunikation zwischen den angesprochenen Bausteinen so einfach wie möglich zu gestalten. Wenn uns jetzt die NetAachen als Best-Practice-Beispiel einen breiten Raum in ihrem Web-Magazin gewährt, fühlen wir uns noch mehr bestätigt, genau die richtigen Schritte gemacht zu haben."

Auch Stefanie Jungherz freut sich, dem langjährigen Kunden ein individuell zugeschnittenes Konzept vermittelt zu haben: "Ich spreche wohl auch im Namen meiner am MOSS-Projekt beteiligten Kollegen, wenn ich sage, dass wir froh und zufrieden sind, diese anspruchsvolle Herausforderung nachhaltig gemeistert zu haben." An diese hier niedergeschriebene "Leuchtturm-Geschichte der Digitalisierung in unserer Region" werden wir uns bestimmt noch das ein oder andere Mal erinnern, ganz sicher sogar wenn wir auf unserem täglichen Weg von der Eifel in die Aachener Redaktion in Höhe Trierer Straße 706 rechts ranfahren, um auch die geschätzte Kollegin aus dem Vertriebsteam mit einem (zweiten) Frühstückchen oder - wie heißt es so schön im MOSS-Webauftritt - einem "Gebäckstück mit Charakter" zu versorgen. Digitalisierung kann ja so lecker sein!


Weitere Informationen unter www.baeckerei-moss.de